Äußerst knappe Niederlagen bescheren den Zeller Bogenschützen den Abstieg, mit dem klaren Ziel, den Wiederaufstieg zu schaffen.
Gekämpft, gehofft – doch es sollte einfach nicht sein: Der erste Liga-Wettkampf im November verlief für das Team des BSC Zell alles andere als erhofft. Zum Auftakt der Südbaden-Liga reiste die Mannschaft nach Emmendingen, wo der BSC Emmendingen als Gastgeber einen hervorragend organisierten Wettkampf ausrichtete.
Für den BSC Zell gingen Sina Hehr, Jette-Sofie Künstle, Sabine Herm, Konstantinos Zampras, Jürgen Zimmermann und Sebastian Gingter an den Start. Betreut wurde das Team von Coach Riccardo Hehr. Trotz guter Vorbereitung und großer Motivation fand die Mannschaft nicht, wie erhofft, in den Wettkampf. Gelangen dem Team gute Sätze, konterten die Gegner oft mit einem Ring mehr – es fehlte schlicht das nötige Quäntchen Glück.
Da an diesem Tag gleich zwei Wettkämpfe – Hin- und Rückkampf – ausgetragen wurden, traf der BSC Zell zunächst auf den BCD Stegen. Diese Begegnung konnte mit 6:0-Sätzen gewonnen werden. Gegen die SG Singen 04 erkämpfte sich das Team bei einem 5:5-Unentschieden einen wichtigen Matchpunkt. Nach dem ersten Wettkampf stand der BSC Zell damit auf dem siebten Tabellenplatz.

Jette-Sofie Künstle im vollen Anker: Für zwei Pfeile bleiben ihr 40 Sekunden, Ziel ist die Mitte der zwei Spot-Auflagen. Foto Sabine Herm
Nach der Mittagspause folgte der Rückkampf, doch die gegnerischen Mannschaften präsentierten sich an diesem Tag insgesamt stärker. Zwar konnte der BCD Stegen erneut mit 6:0 besiegt und zwei Matchpunkte eingefahren werden, dennoch reichte dies vorerst nur für den achten Tabellenplatz. Die Hoffnung lag nun auf dem nächsten Wettkampf im Januar, um zumindest den Klassenerhalt in der Südbaden-Liga zu sichern.
Mit demselben Team machte sich der BSC Zell im Januar auf den Weg nach Achern. Auch dort erwartete die Schützen eine sehr gut vorbereitete Halle unter der Leitung des südbadischen Landesbogenreferenten Peter Haack und dem erfahrenen Kampfrichterteam.

Das hohe tempo lässt kaum Spielraum- der Wechsel zwischen den drei Schützen muss genausten abgestimmt sein. Foto: Sabine Herm
Bogenschießen fordert viel Kraft, eine exakte Körperhaltung, einen kontrollierten Schussablauf und tiefe Konzentration, die oft über Stunden aufrechterhalten werden muss. Genau das versuchte das Team des BSC Zell im dritten und vierten Wettkampf in Achern umzusetzen. Am Vormittag konnten die ersten Matchpunkte gegen den BC Villingen-Schwenningen 2 nach fünf Sätzen gewonnen werden. Auch gegen den an diesem Wettkampftag stärker aufgestellten BCD Stegen gelang ein 5:5 und damit ein weiterer Matchpunkt.
Wiederaufstieg ist das Ziel
Die Konkurrenz nutzte ihre Chancen konsequent. Hatte der BSC Zell einen guten Satz, fehlten oft nur wenige Ringe zum Satzgewinn. Trotz allem zeigte das Team großen Kampfgeist und starken Zusammenhalt. Jürgen Zimmermann, der von den anderen Schützen augenzwinkernd als „Geheimwaffe“ gehandelt wurde, sorgte mit seinen coolen Sprüchen immer wieder für Auflockerung und trug so maßgeblich zur positiven Stimmung innerhalb der Mannschaft bei. Am Nachmittag unterlag man erneut dem BCD Stegen und verblieb damit auf dem achten Abstiegsplatz. Gemeinsam mit dem BCD Stegen steigt der BSC Zell nun in die erste Verbandsliga ab – mit dem klaren Ziel, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.


