Robin Hood und Winnetou hätten ihren Spaß gehabt


Gespannte Sehnen für tausende Pfeile im Sommerprogramm des BSC Zell – Jung und Alt entdeckten das Bogenschießen

Der große Stamm der AWO-Indianer hatte sich erfolgreich auf Medaillen-Jagd begeben. Foto: BSC Zell a. H., Jan Langner, Helmut Wichmann, Silvia Briol.

Viele Sommer­aktionen rund um den Bogensport konnte man bei den Bogenschützen in Zell erleben. Robin Hood und seine Gefährten wären stolz auf so viele »Nachwuchsschützen« gewesen.

Insgesamt 140 Teilnehmer hatten bereits ihren Spaß in den letzten vergangenen Wochen auf dem Bogenplatz im Hammergarten. Zwei Aktionen stehen noch aus.

Den Anfang machte das Robert-Gerwig-Gymnasium aus Hausach. Im Rahmen der Projekt-Tage, die alle zwei Jahre stattfinden, wurde auch Bogenschießen angeboten. Mit Zug und Fahrrad reisten 15 Schüler und zwei Lehrer nach Zell, im Gepäck viel gute Laune und noch mehr Sonnenschein. Mit der Begrüßung des ersten Vorstands Johannes Langner und seinem Team wurden die Schüler in den Bogensport eingeführt.

Da Bogenschießen nicht nur Spaß ist, hatte man für den dritten Tag ein Bogenturnier geplant, die zwei Tage zuvor wurden erfolgreich Gummibärchen-Tüten abgeschossen sowie auf Luftballons gezielt. Natürlich hat so ein Turnier seinen eigenen Charakter, zumal noch der Mannschaftsgeist dazu kam. Jetzt durften Robin Hoods »junge Gefährten« zeigen, was sie in den zwei Tagen zuvor gelernt hatten. Es wurden jeweils sechs Pfeile in sechs Durchgängen geschossen. Schnell merkten die Schüler, dass es ganz schön Kraft kostet und Präzisionsarbeit ist, immer wieder das Gleiche zu wiederholen. Natürlich stand immer noch der Spaß im Vordergrund, aber auch der Ehrgeiz zu gewinnen kam bei dem einen oder anderen Schüler durch. Belohnt wurden die drei Erstplatzierten mit einem Pokal. Außerdem bekam jeder Schüler eine Medaille und eine Urkunde überreicht.

Voller Ferienkalender

Nach dem Gymnasium ging es bei den Bogenschützen gleich in die »Vollen«, ein eng gestricktes Ferienprogramm wartete auf die Schützen. Das Biberstarke Ferienprogramm und Zelli machten in den Schulferien den Anfang. Es wurden zwei Termine angeboten, die sehr schnell ausgebucht waren. Auch hier möchte man der Jugend den Bogensport nahe bringen. Es ist eine ganz andere Sportart als viele andere. Zum Bogenschießen braucht man Konzentration, innere Ruhe und Ausdauer.

Weiter ging es mit der ehrenamtlichen Arbeit für die Stadt Zell. Petra Kleinert organisiert die Schülerbetreuung der Stadt Zell für die ersten zwei Ferienwochen. Auch dieses Jahr konnte sie wieder auf den BSC Zell zählen. Mit ihrer Kollegin Tamara Zeier und neun Kindern marschierten sie von der Schule aus zum Bogenplatz. Dort wurden sie schon erwartet. Bis kurz vor Mittag hatten die jungen Schüler Spaß die Scheiben und Luftballons zu treffen. Mit Medaillen um den Hals wurde dann der Heimweg am Nachmittag angetreten.

Für den späten Nachmittag hatten sich die Teilnehmer am Jugendzeltlager der Kreisgruppe 13 des Hundesportvereins angemeldet. Die Jugendlichen hatten mit ihren Betreuern Anfang August ihre Zelte für eine Woche nicht weit weg auf dem Gelände des Hundesportsvereins aufgeschlagen. Als Ergänzungsprogramm zum Hundesport stand unter anderem auch Bogenschießen. Mit viel Elan und guter Laune konnte die Truppe Bogen und Pfeil ausprobieren. Dabei wurde das ein oder andere Talent gesichtet.

Mordsgaudi für Junggesellen

Ein weiteres Event war für die Bogenschützen ein Junggesellenabschied. 13 junge Männer im »besten Alter« kamen von Oppenau mit dem Traktor zum BSC Zell. Voll motiviert wurden die Pfeile im Gold versenkt (oder auch nicht); die Frage nach der Technik wurde in ihren Augen total überbewertet. Entweder man traf die Scheibe oder eben nicht. Einen Riesenspaß und eine Mordsgaudi hatten an dem Samstagnachmittag alle. Als der Bräutigam dann gleich beim ers­ten Schuss den »Herzluftballon« traf, war die Stimmung auf dem Höhepunkt.

Zum Abschluss durfte sich jeder von den zwölf »Junggesellen« mit einem Pfeil auf der Auflage verewigen, ob die Auflage nach Hause kam, ist nicht bekannt. Die Truppe wurde am gleichen Tag noch zur späten Stunde auf der Kilwi in Unterentersbach gesichtet.

Wald-Schießen

Zum Schluss war an zwei Tagen die Stadtranderholung der AWO Zell dran. 48 Kindern das Bogenschießen zu erklären, ist eine große Aufgabe, die der BSC Zell gut meisterte. Kurzerhand wurden
alle in Gruppen aufgeteilt. Vier mobile Scheiben hatten die Schützen mitgebracht, und schon konnte es losgehen. Wie im vergangenen Jahr waren wieder Tobias Koller und Jan Langner als Gruppenleiter dabei. Und natürlich durfte der »Boss« Heinz Engelhardt nicht fehlen. Schließlich musste er ja sein Ergebnis vom letzten Jahr toppen. Alle AWO-Indianer waren auf Medaillen-Kurs, auch die »großen AWO-Indianer« waren erfolgreich. Zum Abschluss wurden die Schützen Johannes Langner, Dietmar Leopold, Andreas Güntert, und Sina Hehr von den AWO-Indianern in die Mitte genommen. Dann wurde eine Rakete gestartet.

Zum Ende der Sommeraktionen gab es am vergangenen Wochenende ein Grillfest auf dem Bogenplatz, um sich bei allen Helfern, nicht zuletzt bei denen, die im Hintergrund arbeiten, zu bedanken. Ein besonderer Dank ging an Sina Hehr, die bei allen Einsätzen mitgeholfen hat.

AWO >>Boss<< Heinz Engelhard prüft-ganz wie Olympia-Sieger seine Medaille

Im September steht schon das nächste Event mit den Handballerinnen des HC Hedos Elgersweier an. Im Okto­ber kommen wieder die Bi­beracher Hydroianer, um ins Gold zu treffen

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