573 Ringe für Sabine Herm bei der Deutschen Meisterschaft


Trotz schwieriger Windverhältnisse Platz im vorderen Drittel:

Scheibe 56 im Visier: Sabine Herm bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft. Foto: Andreas Asmus

Bei den Landes­meisterschaften »Fita ­Bogen im Freien« hatte sich Sabine Herm vor wenigen Wochen in der Konkurrenz Recurve Damen Master mit ihrer geschossenen Ringzahl qualifiziert. Die Qualifikation verschaffte ihr am vergangenen Wochenende eine Fahrt nach Hessen: In Wiesbaden wurden die Deutschen Meisterschaften ausgetragen.

Obwohl Sabine Herm bei den Landesmeisterschaften auf dem Treppchen stand,musste sie sich für die DM mit der geschossenen Ringzahl qualifizieren, nur so konnte sie beim nationalen Wettbewerb teilnehmen. Wichtig ist für die Qualifikation nämlich nicht die relative Leistung im Vergleich zum Starterfeld, sondern die absolute. Und die, die wird bei den Bogenschützen in Ringen gemessen. Sabine Herm hatte bei den Landesmeisterschaften 581 Ringe erzielt – und damit das Ziel »Deutsche Meisterschaft« erstmals erreicht.

Sabine Herm(BSC Zell,13 Platz), Birgit Gölz (BC Villingen-Schwenningen, 16 Platz), Babette Bartikowski (1. Berliner Bogwenschützen, 3. Platz) und Margit Müller (Sportverein Jeersdorf, 18.Platz; von links nach rechts) schossen in Wiesbaden auf die gleiche Scheibe

Auf dem Sportplatz des TUS Dotzheim waren 58 Scheiben auf verschiedene Distanzen aufgestellt. 232 Schützen, davon 31 Damen in der Masterklasse Recurve gingen am Freitagmorgen an den Start, um um ihren Meistertitel zu kämpfen. Bei sehr warmen Temperaturen und leichtem Wind begann der Wettkampf um 9 Uhr. Im Laufe des Vormittags nahmen die Windböen zu und die Luft heizte sich immer mehr auf. Doch der erste Durchgang lief für Sabine Herm gut und sie lag im vorderen Drittel auf Platz 9. Im zweiten Durchgang verstärkten sich die Windböen. Dies erschwerte es zunehmend eine gute Passe zu schießen. Zwar versuchten die Schützinnen die Böen abzuwarten. Das gelang aber nicht immer, denn für eine Passe mit sechs Pfeilen hatte man exakt vier Minuten Zeit. Am Ende lief es unter dem Strich ganz gut und Sabine Herm beendete ihre erste Deutsche Meisterschaft mit einem sehr guten 13. Platz mit 573 Ringen im vorderen Drittel.

Mit vielen Eindrücken trat die Zeller Bogenschützin nach der Siegerehrung den Heimweg an. Am Nachmittag ging es in Wiesbaden mit den Qualifikationsrunden in den anderen Klassen weiter. Das Bronze- und Goldfinale fand am Samstag und Sonntag auf dem Bowling Green statt.

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